Lebensraum Wald

Mehr als 75% der Fläche des grenzübergreifenden Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen sind von Wald bedeckt. Im Zuge der Wiederherstellung des mittelalterlich und kriegsfolgenbedingt zerstörten Waldes durch eine geregelte und ordnungsgemäße Forstwirtschaft wurde der ursprünglich dominierende natürliche Buchenwald in der Vergangenheit vielfach durch Nadelbäume ersetzt. Die Gründe dafür waren darin zu sehen, dass auf den häufig devastierten (zerstörten) Standorten mit anspruchsloseren Nadelbaumarten größere Kulturerfolge zu erzielen waren und dass Nadelholz auch universeller zu Befriedigung menschlichen Bedürfnisse geeignet ist. Im Zuge der naturnahen Waldwirtschaft erfolgt mittlerweile bereits seit Jahrzehnten ein Umbau von Nadelholzreinbeständen in standortsgerechte und stabile Mischbestände, die im Pfälzerwald zunehmend laubholzgeprägt sind. Vereinzelt auch heute noch existierende größere Nadelholzflächen, bieten örtlich keinen idealen Lebensraum für die Arten wie den Grauspecht, die Bechsteinfledermaus oder den Steinkauz, die auf Laubholz angewiesen sind. Anderseits sind auch Wälder mit Nadelholzkomplexen wichtig für Arten wie Sperlingskauz, Raufußkauz, Schwarzspecht, Ziegenmelker oder das Koboldmoos, so dass das Biosphärenreservat insgesamt durch seine Großräumigkeit und Biotop-Vielfalt einen besonders wertvollen Lebensraum darstellt.

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