Das Projekt

Das Projekt LIFE Biocorridors:

Der Parc naturel régional des Vosges du Nord (PNRVN) bildet zusammen mit dem Bioshärenreservat Pfälzerwald seit 1998 das von der UNESCO klassifizierte grenzüberschreitende Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen. Die beiden Partner führen gemeinsam ein Projekt namens LIFE Biocorridors durch.

Dieses vierjährige Projekt (Februar 2016 bis Mai 2020 – Verlängerung bis Dezember 2021 in Planung) wurde von der Europäischen Kommission, die 60 % der Mittel zur Verfügung stellt, validiert. Andere Finanzpartner sind Frankreich (DREAL), die Region Grand Est, die Wasserbehörde, die Departements Bas-Rhin und Moselle, das Commissariat du Massif des Vosges und das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung Weinbau und Forsten in Rheinland-Pfalz sowie der Bezirksverband Pfalz.

Das Gebiet des grenzüberschreitenden Biosphärenreservates Pfälzerwald-Nordvogesen erstreckt sich über 3.105 km². Die Hauptursachen für den aktuellen Verlust einiger Arten sind die Zerstörung und Fragmentierung, also der Verlust ihres natürlichen Lebensraums. Die Wiederherstellung ökologischer Korridore ist seit den 90er Jahren als unerlässlich für den Erhalt der biologischen Vielfalt anerkannt, da diese Korridore die Bewegung der Arten ermöglichen und so die Isolation der Populationen vermeiden. Eine solche Isolation  kann zu einem Rückgang des Artenreichtums oder gar zum Verschwinden von Arten führen.

Im Jahr 2012 wurde eine Studie über grenzüberschreitende ökologische Netzwerke durchgeführt. Sie ermöglichte einen Vergleich der bestehenden Ansätze und Mechanismen für den Erhalt der Biodiversität in jeder Region. Von Ende 2013 bis zum Herbst 2014 wurde eine Phase der Animation und Konsultation mit den lokalen Interessengruppen durchgeführt, die es ermöglichte, das Projekt LIFE Biokorridore durchzuführen.

Ziel des Projekts LIFE Biocorridors ist es, die ökologische Kontinuität/Vernetzung in Wäldern, Offenland, Feuchtgebieten und Gewässern im gesamten grenzüberschreitenden Gebiet wiederherzustellen.

Die Maßnahmen fördern die freie Verbreitung und langfristige Erhaltung vieler Arten, von denen einige für das grenzüberschreitende Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen beispielhaft sind. Das Projekt zielt nicht auf eine bestimmte Art ab, sondern hat eine positive Wirkung auf viele der Tier- und Pflanzenarten des Gebiets.

Das Team:

  • Pishum MIGRAINE (SYCOPARC): Projektleiterin & Fachliche Koordination, PNRVN
  • Olivier LAURENT (SYCOPARC): Projektverwalter, PNRVN
  • Sabine HOOS (Bezirksverband Pfalz): Fachliche Koordination, Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen
  • Maud ASEL (Bezirksverband Pfalz): Projektverwalterin, Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen

Unterstützung von andere SYCOPARC Kolleguen:

  • Marie L’Hospitalier, Natura 2000 (Aktionen A1, C4, E6)
  • Alban Cairault, Flüssen-monitoring (Aktion D1)
  • Sébastien Morelle, Natura 2000 (Aktion E6).

Unten: Marie L’Hospitalier bei Weiler, mit franzosische und deutsche Wasseverwaltungen.

Unten: Alban Cairault und Sébastien Morelle mit Pishum Migraine und Kolleguen von dem Dahner Felserland.

Internetseite des LIFE Programmes der EU

Das LIFE-Programm der Europäischen Union:

LIFE ist ein europäisches Finanzierungsprogramm, das 1992 ins Leben gerufen wurde und dem Umweltschutz und der nachhaltigen Entwicklung gewidmet ist. Dies ist die Abkürzung für die Bezeichnung « L’Instrument Financier pour l’Environnement » („Das Finanzierungsinstrument für die Umwelt“).

Das LIFE-Programm besteht aus drei Hauptkomponenten:

LIFE Natur finanziert spezifische Schutzmaßnahmen im Rahmen der Umsetzung der Habitat- und Vogelrichtlinie.

LIFE Umwelt finanziert innovative Demonstrationsmaßnahmen in den Bereichen Raumordnung (städtische Umwelt, Luftqualität, Lärmminderung usw.), Wasser- und Abfallwirtschaft, Verringerung der Auswirkungen wirtschaftlicher Tätigkeiten und integrierte Produktpolitik.

LIFE Drittländer finanziert die Umsetzung von Umweltpolitik und Aktionsprogrammen in bestimmten Ländern an der Grenze zum Mittelmeer und zur Ostsee.

Ziel dieses spezifischen Haushaltsplans ist es insbesondere, zur Kofinanzierung von Maßnahmen beizutragen, die erforderlich sind, um prioritäre natürliche Lebensraumtypen und prioritäre Arten in den, in den Anhängen I (Lebensräume) oder II (Arten) der Habitat-, Faunen- und Florenrichtlinie (FFH-Richtline) aufgeführten Gebieten in einem günstigen Erhaltungszustand zu erhalten oder wiederherzustellen.

Die finanzielle Unterstützung der Europäischen Union spiegelt sich in einem finanziellen Beitrag in Höhe von 60% der Kosten der Schutzmaßnahmen im Rahmen unseres Projekts wider.

Document pratique Projektflyer